~Ungarn....die Anreise~

In der Nacht auf Samstag den 09. August gings also endlich los in unseren heiss ersehnten Urlaub. Ich hatte mich früh hingelegt am Freitag Abend um noch ein paar Stunden Schlaf zu erhaschen, aber vor lauter Aufregung war daran ja gar nicht zu denken.

Mit einer Stunde Schlaf im Kreuz gings dann vollbepackt um 2:30 Uhr nachts voller Vorfreude auf die Strecke. Meine Freude wurde allerdings in München kurz vor Auffahrt auf die Autobahn getrübt. Yepp, geblitzt habens mich, mit 47 km/h in eine Baustelleneinfahrt die mit 30 km/h ausgeschildert war. 35 Euronen, ja die Rechnung lag heute im Briefkasten.

Aber sowas kommt in den besten Familien vor, davon darf man sich die Laune nicht verderben lassen und bis zur Rückfahrt an Ort und Stelle hab ich an den Vorfall auch nicht mehr denken müssen ;-)

Bis nach Linz hab ichs geschafft, dann hab ich gemerkt wie die Augendeckel schwer werden, Muttern hat mich abgelöst und ich konnt ein bisserl auf dem Beifahrersitz dösen. Aber höchstens ein Stünderl, denn da kam der Aufschrei: "Ui schau mal Kloster Melk!" *gg* Na da war ich wieder wach, das Kloster allerdings hab ich nimmer gesehen.
In Höhe von St. Pölten gabs dann erst mal ein kräftiges Reisefrühstück, aus selbstgeschmierten Semmeln und Kaffee. Gekräftigt und wacher gings dann weiter und auf der Abfahrt nach Wien konnten wir sehen, wir sind auf dem richtigen Weg ;-)



z o o m

Aber kurz vor der Grenze ging plötzlich auf 3 Spuren nichts mehr weiter. Stau! Warum auch immer! Kontrolliert wird ja nicht mehr! Und wenn man gerade mal selbst nicht am Steuer sitzt knipst man halt in der Gegend herum. Ausser viel heissem Blech gibts kaum zu sehen, aber vor lauter Urlaubsfreude ergötzt man sich auch an Kleinigkeiten *gg* Wie zum Beispiel niedlichen Beifahrern, fremden Babyfüssen oder auch zwei verwirrten Rehen die durch den Zaun getrennt waren und einen Weg zueinander suchten.













Aber kaum wartet man 1 1/2 Stunden gehts doch auch schon weiter. Eine Baustellen bedingte Fahrspurverengung hat uns aufgehalten. Noch schnell ein paar Forint geholt und dann Endspurt Richtung Balaton. Zwischen Györ und Veszprem konnte ich bei einer kurzen Trinkpause die Burgruine Csesznek knipsen. Sie gilt als eine der schönsten des ganzen Landes. Leider hat es sich nicht ergeben sie zu besichtigen, sollte ich aber nochmal in Ungarn verweilen steht sie auf dem Programm, ebenso die Benediktinerabtei Pannonhalma die auf derselben Strecke liegt und zum UNESCO-Welterbe gehört.

Um 14:30 Uhr waren wir dann endlich an unserem Ferienhaus in Balatonszemes angekommen. Ein altes knöchiges ungarisches Weiberl und ihr Sohn, beide keines Wortes deutsch mächtig, haben uns in Empfang genommen. Zuerst dachten wir ja wir seien falsch denn die Wohnung sah so bewohnt aus. Decken waren ausgebreitet, Jacken hingen herum und in der Küche standen Teller mit Hühnerbeinresten.
Wie sich aber herausstellte haben die beiden wohl nur längere Zeit auf uns gewartet, obwohl in unserem Vertrag stand Übergabe ab 15 Uhr.
Nun ja, nach kurzer Hausbesichtigung war ich ich prompt doch sehr enttäuscht. Aber was will man bei der Einrichtung und dem Komfort bei einer Vermieterin weit in den 80 erwarten? ;-) Alles sehr hausbacken und altmodisch und düster. Mit dunklen Möbeln, Deckchen und Kunstblumen und muffelig-moderiger Geruch. Ich hab mich aber schnell mit dem Gedanken getröstet, dass wir die Herberge ja lediglich zum Schlafen und Waschen nutzen werden, und ansonsten unterwegs an der frischen Luft sind.
Weitaus mehr geschockt war ich allerdings von den hygienischen Bedingungen. Schimmel und Stockflecken im Bad. Den 100 Jahre alten Badevorleger hab ich erstmal mit einem Handtuch verdeckt. Schimmel in der Küche, zum Glück an Stellen die wir nie berühren mussten. Die Besteckschublade wurde von uns nur mit zugekniffener Nase geöffnet. Was da so stank? Keine Ahnung! Benötigtes Geschirr und Besteck wurde erstmal kräftig heiss abgewaschen bevor es in Gebrauch kam.
Den Betten hat man es angesehen dass sie ein Paradies für Hausstaubmilben sind, gerochen hat man es auch. So staubig, dass einem die Luft wegblieb. Zum Glück hatte ich mein persönliches Kopfkissen dabei, in das ich jede Nacht meine Nase steckte. Nur leider hat es auch bald den allgemeinen Aussengeruch angenommen.
Das Highlight allerdings war das separate WC. Sobald man die Tür geöffnet hatte, kam einem ein Duft entgegen der bisher gekanntes übertraf. Doch die Toilette war absolut sauber, keine Ahnung woher dieser Gestank kam. Zum Glück stand dort eine Dose Rosenduftzerstäuber, der allerdings immer nur wenige Minuten Linderung verschuf.

Wir haben also den Vertrag gegenseitig unterschrieben und die letzten Euronen bar über den Tisch geschoben und machten uns dann ans Auspacken.
Nein, uns bei der Reisegesellschaft zu beschweren kam uns allen drei nicht in den Sinn. Erstens war uns ja klar, dass auch heute noch in Ungarn nicht unbedingt mit den hygienischten Bedingungen zu rechnen ist und andererseits wollten wir uns nicht stressen. Das hiese Bestandsaufnahme, Fotos, Erklärungen, Anrufe, Umstände etc.
Ne wir wollten unsere Ruhe und unseren wohlverdienten Urlaub und so galt es sich halt mit den Umständen zu arrangieren, was uns im Verlauf der nächsten 14 Tage ja auch ganz gut gelang! Mit Ausnahme der Toilette *gg*

Nach dem Auspacken sind wir in die Ortschaft gelaufen um uns ein wenig umzuschauen, was uns denn noch bekannt vorkommt. Nicht viel bis gar nichts um ehrlich zu sein. Es hat sich viel verändert, zum Touristenvorteil. Ich persönlich brauche im Urlaub kein deutsches Bier, Hamburger, Pizza und Ähnliches. Und so haben wir auch ein ungarisches Lokal angesteuert um uns ordentlich zu stärken nach der langen Fahrt und den ersten Aufregungen ;-) Am Kiosk haben wir uns für den ersten Abend in Ungarn noch mit Rotwein eingedeckt, haben auf der Terrasse ein paar schöne Lampions aufgehängt und auf einen hoffentlich schönen Urlaub angestossen!


Lasst das Bild mal auf Euch wirken *gg*
Was würde unser deutsche TÜV dazu sagen?
Überall stehen in Ungarn Karussels und Ähnliche Fahrgeschäfte, Sohnemann durfte logo eine Runde drehen weil er wirklich so lieb war auf der doch langen Fahrt.
Aber nicht mit diesem hier ;-)

Fortsetzung folgt......mit dem ersten Plantschen im Balaton und unserer Fahrt nach Tapolca und der Fahrt mit der Fähre von Tihany über den See.

Über mich 02.09.2008, 01.00| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: ♥ Schönes & Sinnliches | Tags: Unterwegs, Urlaub, Ungarn,

~Santé!~

Ja genau - da war doch noch etwas!! ;-) Also bevor ich Euch nach Ungarn entführe müssen wir noch einen kleinen Umweg über Frankreich machen.

Die letzte Etappe unserer kulinarischen Weltreise. Zugegeben für mich ein etwas missglückter Abend. Missglückt meine Nachspeise und auch missglückt sind mir auch die Fotos, aber lest und seht selbst.

1. August, schon gar nicht mehr wahr *gg* Und somit muss ich meinem Gedächtnis ein wenig auf die Sprünge helfen, aber dafür haben wir ja zum Glück unsere Mappe in der wir Alles fein säuberlich notieren. Fast Alles. Und somit beginnt dieser Beitrag auch missglückt denn ich kann Euch nur noch berichten dass unser Schankkellner Rotwein kredenzte, welcher das allerdings war hab ich dummerweise nicht notiert. Aber vollmundig war er, soviel kann ich verraten.

Für die Vorspeise war mal wieder meine Mutter zuständig die sich zwischen Bouillabaisse und einer französischen Zwiebelsuppe für letzteres entschieden hat.



Geschmacklich für mich nicht wirklich etwas Neues, schon oft gegessen und auch schon öfter selbst gekocht, dennoch immer wieder ein Genuss.

Meine Schwester hatte uns mit dem Hauptgang doch Alle ziemlich überrascht, hatten wir doch mit allem gerechnet aber nicht mit einer Champignonquiche. Dazu gab es einen französischen Salat mit Speck und Balsamico-Honig-Dressing. Beides war ein Gedicht, lediglich der Randteig hat mich ein wenig an Weihnachtsplätzchen erinnert.





Tja und dann sind wir auch schon bei meinem missglückten Dessert. *gg*

Schon als das Los auf Frankreich fiel hatte ich Crème brûlée im Kopf, warum auch immer. Im Netz und diversen Kochbüchern finden sich tausende Rezeptvarianten, jede will die angeblich Beste sein. Für eine musste ich mich ja entscheiden. Dann hatte mich ja kurzfristig noch die Panik ergriffen wie ich das Ganze denn in Ermangelung eines Bunsenbrenners karamellisiert bekomme.
Nur die Zuckerkruste war schlussendlich gar nicht mein Problem.
Mir stockte der Atem, denn die Creme stockte nicht. *auweia*
Nun ja, irgendwann wollte der Rest am Tisch aber mal kosten, und so hab ich die flüssige Masse im Backofen problemlos mit Zucker überbrannt, wenigstens das hat geklappt. ;-) Und der Geschmack war göttlich, aber schöner wäre es schon gewesen hätten wir sie uns auf der Zunge zergehen lassen können und hätten sie nicht schlürfen müssen.
Die Ursache war auch nach viel Nachlesen erkannt. Die Förmchen waren zu hoch, wenngleich ich genau diese Förmchen in vielen Rezepten wiedererkannt habe. Aber ich habe vorgesorgt und mir sogleich meinen amazon-Wunschzettel mit den geeigneteren Schalen aufgerüstet, hab ja bald Purzeltag *gg*

Nachdem mir auch noch die Bilder von der Créme total verunglückt sind, erspare ich den Anblick. Aber mein Ehrgeiz ist angestachelt, das war nicht meine Letzte.

Zum Ende hat uns unser Schankkellner mit einem Vortrag zum französischen Nationalfeiertag noch mit einem Pernod erfreut, allerdings war die Freude sehr einseitig. Ausser mir wird dieses Getränk in unserer Familie wohl keine Liebhaber finden.

Ein neues Reiseziel wurde natürlich auch wieder gelost und auch schon ein Termin gefunden. Am 5. September gehts mit der kulinarischen Weltreise nach Italien!!
(mit im Lostopf waren Japan, Niederlande und Irland)


Über mich 26.08.2008, 01.14| (11/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: ♥ Schönes & Sinnliches | Tags: Kulinarische Weltreise, Frankreich, Essen, Trinken, Brauchtum, Familie,

~.....später~

2 Wochen ....
14 Tage ...
3000 gefahrene Kilometer ....
davon 3 Stunden Budapestmarathon
1,9 Mrd. m³ Balatonwasser ....
1500 Fotos ....
gefühlte 4 Kilos Bauchspeck ....
90 Kilos im freien Fall ....
1 verlorener Zehennagel ....
3 lädierte Knie .....
1 kaputter Ellenbogen ....
1 Schweißdrüsenabzeß ....
3 geklaute Biergläser ....
144 Sonnenstunden ...
unzählige Liter ungarischen Rotwein ....
1 Million Insektenleichen auf der Windschutzscheibe .....
solidarischer Diarrhoe ....
ca. 100 Wasserbüffeln ...
1 Schifffahrt .....
Erdhörnchen, Schlangen, Spinnen, Wespen, Libellen, Rinder, Pferde ....
Nationalparks und Pusztas .....
wunderschöne Erlebnisse ....


...... später

und wir sind wieder gesund und wohlbehalten in Bayern angekommen!! 14 wunderschöne und heisse Tage liegen leider schon hinter uns! Yepp, die Zeit vergeht einfach zu schnell!!!

Die Österreicher und die Bayern mögen mir verzeihen, das heutige Regenwetter hab ich extra für die Heimreise beim Petrus bestellt, denn
1) wollte ich die Strecke nicht im heissen Auto schwitzen
2) wollt ich mein Auto vom Sand, Insekten und Staub befreien
und 3) fällt der Abschied bei Sauwetter nach einem tollen Urlaub nicht so schwer ;-)

Und .....später gibts dann mehr! Jetzt geht´s erstmal ins Betti, ich saß über 11 Stunden am Steuer und finde die Tasten nicht so richtig weil ich immer noch lenken will *lach*

Über mich 23.08.2008, 23.06| (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: ~Neues~ | Tags: Unterwegs, Urlaub, Ungarn,



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