Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Familie

~N.asse H.osen~

Wenn zwei erwachsene Menschen mit n.assen H.osen über das Volksfest laufen, so könnte man auf den ersten Blick meinen sie hätten im nahen Bierzelt einen zuviel übern Durst getrunken und anschließend nicht mehr rechtzeitig auf s´Häusl gefunden.

Auf den zweiten Blick erscheinen einem diese Beiden aber vollkommen nüchtern (was bei einem Masspreis von 6,70 € auch nicht wirklich schwer fällt ;-) ).

Wagt man einen dritten Blick, sieht man bei den beiden nassen Hosen noch zwei trockene stehen, ausserdem einen bis über beide Ohren grinsenden Lausebub der massgeblich für die n.assen H.osen Verantwortung trägt. ...weiterlesen

Über mich 13.05.2008, 13.31 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Kamerun, Kamerun~

Walpurgisnacht wars nun endlich soweit. Unsere nächste Etappe bei der Kulinarischen Weltreise, um die wir uns so sehr gedrückt hatten, stand an.

Bei der Suche nach Rezepten haben wir beinahe schon kapituliert. Rezepte von afrikanischen Speisen findet man wie Sand am Meer, aber wir wollten ja typische kamerunische Landesküche, wobei auf allzu typische Gerichte wie Boa oder Viper mangels Fleisch verzichtet wurde ;-)

Die typische Speisefolge gibt es dort wohl nicht, es kommt alles auf den Tisch und jeder greift zu. Dennoch sind wir unserem System treu geblieben.

Muttern war für die Vorspeise zuständig und hat sich für Paté de crevettes (Garnelenpastete) entschieden. Schon als sie in die Wohnung kam hats aus ihrem Korb mächtig gefischelt und am Tisch entwickelte sich der ganze Duft und entlockte uns ein zartes Grinsen. Die Konsistenz war ungewohnt, aber dennoch hatte der Geschmack etwas Feines. Garnelen, Knoblauch, Kräuter. Was halt fehlte war Brot. Obs denn kein Brot dazu gebe hatte ich gefragt. Muttern antwortete: Nein, stand nicht auf dem Rezept *gg*


Nachdem uns mein Mann mit seinem Los diese harte Nuss Kamerun beschert hatte, wünschten wir ihm alle insgeheim die Hauptspeise.
Hätten wir ihm mal die Getränke an den Hals gewünscht, denn die Auswahl an Hauptgerichten war mit die leichteste Aufgabe.

Er hat sich für Hähnchen in Erdnuss-Soße mit Couscous entschieden und hat auch alles alleine anstandslos in der Küche erledigt. Lediglich den Vogel hab ich ihm zerteilt. Das erste Mal dass ich meinen Mann etwas anderes wie Bratwürste hab zubereiten sehen. *lach*



Ein sehr interessantes Geschmackserlebnis durch die Erdnussbutter, die ich mir bislang gelegentlich sonst nur aufs Brot geschmiert habe. War sehr lecker und der große Topf war am Ende leer.

Schwesterherz war die Aufgabe der Nachspeise zuteil geworden und sie hat für uns Tarte á l´orange (Orangenkuchen) gewählt. Ein geschmackloser Mürbteig, der aber durch die Orange eine ganz spezielle Not erhält.



Und nun zu meinem verzweifelten Kampf um die Getränke?

In kaum einem anderen Land in Afrika wird soviel Bier getrunken wie in Kamerun. Und es gibt dort auch zahlreiche ausländische Brauereien, wie z.B. Warsteiner, Guinness, Isenbeck. Aber ich war ja auf der Suche nach typischem heimischen Bier, wie z.B. Hirsebier.
Internetvertriebe gibt es dafür eine Menge, hätte ja so leicht sein können, wenn nicht ausgerechnet das von mir gewünschte derzeit nicht auf Lager war.
Also Afro-Shops in München ausfindig gemacht und abgeklappert. Einige Adressen gabs gar nicht mehr, bei einem weiteren Geschäft hab ich Super-Malt angedreht bekommen. Ich dachte bevor ich ganz ohne Bier am Abend dastehe, dann lieber mit Malzbier. *gg* Dieses Super-Malt wird zwar in Afrika getrunken und es gibt dort auch eine lokale Produktion, aber Hauptsitz der Firma ist Dänemark.
Ein weiterer Laden wollte mir Guinness als afrikanisches Bier verkaufen, auch wenn dick und fett Dublin/Ireland drauf steht *gg*. Das mit der afrikanischen Produktion hab ich erst später in Erfahrung gebracht, und dennoch bleibts europäisches Bier.
Genauso wie 33´Export, ein französisches Bier. Das ich in meiner Verzweiflung dann in einem afrikanischen Restaurant käuflich erworben habe. Zumindestens steht auf der Flasche - Hersteller: Brauerei von Kamerun ;-)
Und ich hatte noch das große Glück dass ich dort eine Flasche echten kamerunischen Palmwein ergattern konnte.
Das Glück währte allerdings nicht lange als ich zuhause das Mindesthaltbarkeitsdatum sah: 31. Januar 2008. Palmwein sollte frisch und gut gekühlt genossen werden, er hätte dann etwas vom Federweißer.
Aber alleine der Geruch nach Öffnen der Flasche ließ uns schon würgen.
Getrunken haben wir ihn zwar nicht wirklich, aber er wird uns dennoch allzeit in Erinnerung bleiben *lach*


Ein weiteres Problem für mich war der Trinkspruch. In Kamerun ist die Hauptamtssprache französisch (80 %) und englisch (20 %). Daneben gibt es zahlreiche einheimische Dialekte (Bantu, Semibantu und sudanesische Sprachen) und stellenweise wird dort sogar Deutsch gesprochen.

Ich habe viele Fragen gestellt, emails geschrieben - aber leider keine verbindlich richtige Antwort erhalten!

Also kann man sich´s wohl aussuchen? Zwischen Prost, Ya Gazie, Santé, Afya, Cheers, Hey is Jambo ist vielleicht irgendwas Passendes dabei?

Als Brauchtum hab ich vom Krabbenhexer erzählt, der die Geister beschwört, Zauberformeln murmelt und anhand der Spuren im Sand einer Süßwasserkrabbe die Zukunft deutet. Dieses Krabbenorakel von Rhumsiki im westafrikanischen Kamerun ist beinahe so berühmt wie die Weissagung von Delphi in der Antike, allerdings ist der Beruf vom Aussterben bedroht, da sich die Jugend lieber Filme in der Dorfkneipe ansieht anstatt Magie zu lernen.

Also wer es bis hierher geschafft hat sich durchzulesen, Gratulation ;-) Denn nun erfahrt ihr noch welches Land auf unserer Kulinarischen Weltreise denn als nächstes angesteuert wird.

Mit im Lostopf waren: Thailand, Polen, Griechenland. Und das Rennen hat gemacht?

Russland

Ein Abend den ich mir sehr interessant vorstelle und auf den ich mich schon sehr freue, und auf den ich gar nicht so lange warten muss, denn wir haben zum russischen Muttertagspfingstsonntag ausgerufen. Also 11. Mai!!

Über mich 02.05.2008, 16.06 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Endlich terminiert~

ist unsere nächste Etappe der Kulinarischen Weltreise!
Keiner hatte (wohl absichtlich) mehr davon gesprochen , denn Kamerun ist schon eine harte kulinarische Nuss.
Wenn - ja wenn nicht mein Schwesterherz das Thema heute auf den Tisch gebracht hätte *gg*
Nun hab ich also bis zum 30. April Zeit landestypische Getränke, einen Trinkspruch und einen Brauch herbeizuzaubern. schwitz.gif
Und mein Mann muss die Zeit nutzen um für das Hauptgericht nach Schlangen- oder Affenfleisch Ausschau zu halten. Vielleicht tuts aber auch ein herkömmliches Hähnchen??

Über mich 08.04.2008, 12.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL

~25 ° C im Schatten~

und ein spontaner Ausflug nach Garmisch!

Einen Zitronenfalter und einen Marienkäfer gesichtet!

Die Sonne auf den Pelz scheinen, die Seele baumen lassen!

Zwiebel gespielt und die Kleidungsstücke abgeschält!

Dem Stau nach Hause entgangen und über Kloster Ettal gefahren!!

Dort inmitten des Schnees auf den wir wochenlang gewartet haben!!

Jetzt kannst Dich schleichen Du weißes Schön, jetzt hab ich den Frühling geschnuppert!

Und zum Abendessen das lang gewünschte saure Lüngerl mit Semmelknödel von Mama!!
Herz was willst Du mehr?

Über mich 24.02.2008, 22.05 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Na zdraví!~

Einen weiteren Höhepunkt auf unserer kulinarischen Weltreise hatten wir gestern mit einem tschechischen Abend!

Ich war zwar vor einigen Jahren zum Konzertbesuch in Prag, hatte aber keinerlei Berührung mit der tschechischen Küche und wußte so gar nicht was mich erwartet.

Die tschechische Küche oder auch böhmische Küche genannt ist mit der süddeutschen und österreichischen Küche verwandt. Sehr rustikal und nach wie vor geprägt von viel Fleisch und Sosse, Knödel und wenig Gemüse. Eine Beschreibung die ich nach unserem gestrigen Abend bestätigen kann. ;-)

Für die Vorspeise war meine Mutter diesmal zuständig und sie hat sich für eine Cesnecka (Knoblauchsuppe) entschieden. Ich war geschmacklich überrascht, denn ich dachte der Knoblauch würde alles dominieren, aber im Gegenteil. Er war als Nachgeschmack eine Zungenfreude. Ob wir allesamt heute eine Duftfreude waren kann ich leider nicht beurteilen *gg*



Meine Schwester stand schon seit Mittag in der Küche und hat uns ein tschechisches Festessen gezaubert: Svíčková na smetaně (Rinderbraten mit Sahnesosse) mit böhmischen Knödeln garniert mit Sahnehäubchen und Preiselbeeren!
Obwohl wir wussten das noch eine Nachspeise auf uns wartet haben wir alle einen Nachschlag geordet, so absolut lecker war der Hauptgang.


Idealerweise hätte zu dem Braten natürlich ein Rotwein gepasst, aber unser Schankkellner hat sich für ein tschechisches Bier entschieden. Ich kannte es schon seit einigen Jahren und hab mir hin und wieder eine Flasche gegönnt. Krušovice, sehr würzig und süffig.

Verständlicherweise musste nun das Dessert ein wenig warten! Zur Verdauung bekamen wir einen tschechischen Osterbrauch erzählt. Pomlazka nennt er sich, bezeichnet nach Weidenruten mit denen am Ostermontag die Jungen hinter den Frauen herlaufen und dann setzt es Hiebe damit die Mädchen und Frauen das ganze Jahr über gesund, fröhlich und fleissig sind. Ursprünglich sollten sich aber wohl die Wachstumskräfte des Baumes durch die Hiebe auf den Menschen übertragen. Die Frauen können sich durch Ostereier oder auch Schnaps von der Rute "freikaufen".

Um die Verdauung noch weiter voranzutreiben kredenzte unser Schankkellner ein Stamperl Becherovka. Ein grünlich-gelber Kräuterbitterschnaps der schon der Gewöhnung bedürftig ist ;-) Man sagt ja er schmecke erst nach dem dritten Glas.

Aber davor haben wir uns dann doch an die Nachspeise gewagt. Ich hab mich für einen tschechischen Apfelpudding entschieden, da mich einfach der Geschmack interessiert hat. Und nicht nur mir hat er ausgezeichnet geschmeckt! Für ein weiteres Stück waren aber unsere Mägen leider schon hoffnungslos überfüllt!



Und dann wurde es wieder spannend!! Wo geht unsere kulinarische Weltreise das nächste Mal hin?? Unsere Zettelchen waren schon geschrieben, da bekam Schwesterherz einen Anruf. Einsatzbefehl mit der Hundestaffel zu einer Personensuche!
Jetzt war natürlich mit der Auslosung Eile geboten.

Wir hatten im Angebot: Schweiz, Griechenland, Thailand - welche nicht gezogen wurde.

Das Rennen gemacht hat??

Kamerun *gg* Bislang selten aus dem europäischen Raum hinausgereist und dann gleich so eine Bombe. Ich hab mich schon mal vorab ein wenig im Netz kund getan und bin jetzt auf der Suche nach einem Geschäft wo ich küchenfertige Boa oder Gabun Viper käuflich erwerben kann *gg* Und wo bekomme ich Palmbier??
Auweia das wird die erste wirklich harte Nuss!!

Über mich 23.02.2008, 21.47 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Veränderungen-Neuigkeiten-Dies&Das-Überhaupt&Sowieso~

Veränderungen jedwelcher Art machen mich immer fürchterlich nervös und bringen in mir einiges in Aufruhr, ob jene mich nun direkt betreffen oder aber auch nur indirekt durch meine Liebsten.

Und die Zeichen stehen auf Veränderung. Ganz eindeutig! In welche Richtung das Ganze zielen wird, ist vermutlich allen Beteiligten noch etwas unklar, aber man kann die Spannung förmlich spüren!

Leben bedeutet Veränderung - Leben verändert sich immer und ständig. Und wir damit!
Das muss ich mir immer vor Augen führen, um mit solchen Situationen einigermaßen umgehen zu können!

Auch wenn ein Pärchen sich nach vielen Jahren trennt, stellt das eine Veränderung dar. Ein trauriges aber vorhersehbares Ende! Den einen Teil davon kenn ich seit 20 Jahren, und ich habe beide schätzen und lieben gelernt! Unvorstellbar dass in Zukunft nur noch ein Teil der beiden bei Ereignissen und Feiern zugegen sein wird, aber auch nicht anders vorstellbar für die Beiden. Für mich ändert sich nur bedingt etwas, dennoch komm ich schlecht damit klar!

Und da sind die positiven Veränderungen im Leben, jene welche so überraschend sind dass man sie kaum glauben möcht. Zwei Menschen die sich lange kennen und zwei vollkommen konträre Lebensstile gepflegt haben, gehen nun den weiteren Weg gemeinsam. Und ich freu mich so sehr, für Beide! Ich wünsch Euch alles Glück der Erde!

Eine kleine Veränderung, nämlich im Terminplaner: Der tschechische Abend muss wegen Indisponiertheit des Küchenchefs um eine Woche verschoben werden!
Aber wenn ich sowas früh genug weiß, komm ich mit solchen (Ver)änderungen gut klar ;-)

Weniger eine Veränderung als vielmehr eine Tatsache: Am Sonntag gehts zum Circus Krone! Hach ich freu mich, und ganz speziell auf Sohnemanns Augen. Das wird sein erster Circusbesuch!

Ich habe den Unterschied zwischen Erbe und Vermächtnis gelernt und hoffe mit diesem Wissen jemanden eine große Freude zu machen!

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus! Denn Anfang März wird es einen Auszug aus Ägypten Hessen geben. Halb Hessen wird im wunderschönen Alpenvorland einbrechen. Halb Hessen? Na fast! ;-) Immerhin werden 7 Ex-Kollegen und Freunde die drei verrückten Bianchis im neuen Domizil besuchen. Das gibt ein großes Hallo und ein schönes Wiedersehen - und dann wird gefeiert bis die Bierbank kracht ;-).
Und bis dahin gibts natürlich noch einiges zu organisieren!


Über mich 12.02.2008, 21.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

~Gebucht und Angezahlt~

unser Urlaub

egy - kettö - három - négy - öt - hat - hét - nyolc - kilenc - tíz

Wo gehts hin?

Über mich 07.02.2008, 20.37 | (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Fusskranke Familie~

Mittwoch: Sohnemann fällt ein abgesägtes Stück Baumstamm auf den rechten großen dicken Zeh. Viele Tränen und ganz schön blau. Aua!

Dienstag: Meinereiner bleibt mit dem Zehennagel des kleinen Zehs hängen und reisst sich selbigen vollständig ab. Viel Blut, Aua!

Unser Grosser kann das aber noch toppen!
Montag: Knickt um, und er sagte es hörte sich an wie das Aufplatzen einer Milchtüte. Wird dick und blau. Diagnose: Aussenbandriss und Kaspel gerissen, 6 Wochen Aircastschiene.
Schillert in den buntesten Farben der Fuss und mehr wie Aua! Und die Fersenbeindiagnose steht noch aus, weil die Schwellung zu gross ist. Ich hoffe sehr dass da alles in Ordnung ist und nicht doch noch operiert werden muss.

Nun humpeln wir halt also alle ein bisserl und ich denke unser Papa humpelt ein bisschen mehr und ein bisschen länger.
Gott sei Dank haben wir unsere Oma hier, sonst wüsst ich nicht wie ich das mit Arbeit und Kindergarten organisiert bekäme!
Muss ständig irgendwas sein, sonst wäre es ja langweilig ;-)

Über mich 07.02.2008, 05.46 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Der Aschermittwoch~

ist in der katholischen Kirche ein strenger Fast- und Abstinenztag!

Wenn es hier an Aschermittwoch aber dennoch ein schönes großes Frühstück, nachmittags Kaffee mit Eierlikörtorte und schließlich abends einen zünftigen Schweinsbraten mit Knödel und Blaukraut geben wird, dann liegt das einzig und allein an der Tatsache, dass die Karnevalssession diesmal sehr, sehr kurz war und Mamas Geburtstag halt dummerweise auf den Beginn der Fastenzeit fällt.

Wir schalten dann ab morgen einen Gang, oder auch zwei, zurück und bereiten unserer Mama, Oma, Schwiegermama heute einen schönen Tag.
Der erste seit Jahren den ich endlich wieder direkt mit ihr feiern kann.

Über mich 06.02.2008, 07.13 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Živjeli!~

Am Sonntag vor 2 Wochen konnten wir ja endlich unsere kulinarische Weltreise nach Kroatien fortsetzen, und jetzt wirds mal Zeit dass ich von unserem schönen Abend berichte.

Die Auswahl der Speisen war auch diesmal nicht wirklich so ganz einfach. Die Kroatische Küche hat auch sehr viele Einflüsse aus diversen Nachbarländern, und oftmals wird einfach nur von der Balkanküche gesprochen.

Als Vorspeise hab ich Burek gewählt. Das Wort kommt ursprünglich aus der Türkei, dort isst man Börek. Die kroatische Variante davon sind mit Fleisch gefüllte Blätterteigrollen, die ich noch mit etwas Schafskäse verfeinert habe.




Mein Erstversuch mit Blätterteig ist mir doch relativ gut gelungen, und die Vorspeise war so mächtig, dass wir erst mal ein kleines Päuschen einlegen mussten.

Muttern war auch diesmal für die Hauptspeise zuständig. Und wir wollten ja ursprünglich den Holzkohlegrill auf dem Balkon aufbauen, aber dort war es dann doch recht dunkel und sehr kalt. Somit haben wir den Elektrogrill kurzerhand in der Küche aufgestellt und sie hat uns einen herrlichen Grillteller gezaubert.
Ui - da gingen uns aber die Augen über, als wir den kredenzt bekamen. Es sah so lecker aus, und roch beinahe wie bei unserem Opatija-Grill. Und ich kann Euch sagen, es schmeckte wirklich fantastisch.



Gegrillte Kalbsleber, Ćevapčići, mit Cognac beschwipste Koteletts, Djuvecreis. Wie man die roten scharfen Zwiebeln nennt weiß ich leider nicht, jedenfalls ist es kein Ajvar, wie oft irrtümlich gemeint. Und dazu gabs noch eine große Schüssel Krautsalat.

Zum Hauptgang hat unsere Schankkellnerin einen tiefroten Plavac gereicht und wir haben gelernt, Prost auf kroatisch heisst: Živjeli!

Da Ostern ja beinahe vor der Tür steht, hat sie uns von einem österlichen Brauchtum aus Kroatien erzählt. Ein Brauch der schon vor langer Zeit gepflegt wurde und den man bis heute nicht vergessen hat. Wein verwandle sich im Körper zu Blut, und mache so den Weintrinker gesund und stark, so dachte man, und so war es Ostern geradezu erwünscht soviel Wein wie möglich zu trinken. Es gab Wein im Überfluss und er wurde natürlich ohne Wasser getrunken. Dazu gab es Stockfisch und Kohl, ein Essen das so richtig durstig macht und Hausherr und Gäste somit sehr viel trinken mussten. Es ist festgehalten dass ein Bewohner der Insel Brac bei einer Osterfeier 10 Liter reinen Weins getrunken habe!

Wir waren wirklich schon sowas von voll, vom Essen, nicht vom Wein ;-), aber es stand ja noch die Nachspeise an. Um die sich mein lieber Ehemann gekümmert hat. Gebacken hab ich sie, aber das muss ja keiner wissen *gg*

Ein zuckersüsses und schweres Dessert. Snite od oraha. Walnußschnitten. Aus Hefeteig mit gemahlenen Walnüssen und Hagebuttengelee, mit Schokoguss.
Wahrlich ein ganz neues Geschmackserlebnis, aber man sollte vorher nichts gegessen haben *gg*



Und weil wir uns nach der Nachspeise allesamt die Bäuche hielten, hat die Schankkellnerin absolut richtig gehandelt und uns einen schönen heissen Juliška zur Verdauung serviert. Und noch einen und schließlich noch einen dritten. ;-)

Was ist die nächste Station auf unserer kulinarischen Weltreise? Mit im Lostopf aber nicht gewonnen, Thailand und 2 x Ungarn. (Man beachte den Mut, sich mal aus dem europäischen Raum herauszubewegen *gg*)

Gezogen wurde: Tschechien! Und wenn nichts dazwischenkommt dürfen wir uns am 15. Februar also unter anderem auf Becherovka freuen ;-)

Über mich 27.01.2008, 10.22 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL



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